ORF – hoffentlich bald „Organisation Roter Frührentner“

Wenn der ORF für die linke Meinungsschickeria zur „Organisation Roter Frührentner“ wird, wird er das nicht nur aushalten, sondern endlich wieder genießbarer werden. Dann, wenn er sich solche Propagandareden bei Romy-Auszeichnungen nicht mehr leisten kann, sondern über ein ausgezeichnetes Programm seine Kunden überzeugen muss.

Selten hat mich eine Inszenierung wie die Romy-Gala am Samstag so fassungslos und zornig gemacht. Nicht, weil die linksaktivistische Künstlerin Erika Pluhar oder der selbsternannte Polit-Inquisitor Armin Wolf sich in minutenlagen Brandreden als öffentliche Agitatoren gegen eine mit großer Mehrheit gewählte Bundesregierung aufgespielt haben. Diese schon pathologische Ablehnung einer linken Kultur- und Medienschickeria gegen alles, was nicht ins eigene pseudomoralische Weltbild passt, überrascht ja nicht.

Empörend ist vor allem, dass der ORF als öffentlich-rechtliche Fernsehanstalt, die maßgeblich über Zwangs-Rundfunkgebühren finanziert wird, solch einseitige linke Propaganda auf Bühnen wie einer TV-Gala oder in journalistischen Informationssendungen nicht nur zulässt, sondern offensichtlich fördert.

Das mag daran liegen, dass im jahrzehntelang staatlichen Rotfunk noch immer nicht ganz gesickert ist, dass die Sozialisten abgewählt wurden und eine höchst erfolgreiche neue Regierung die einseitig linke Propagandamaschinerie endlich abstellt. Es ist wohl auch die Panikreaktion einer selbsternannten linken Meinungselite, der dämmert, dass es mit der Finanzierung des ORF, der gegen die Meinung einer großen Mehrheit der Bürger und zwangsverpflichteten Gebührenzahler agiert, in dieser Form nicht weitgehen wird. Und die gemütlichen Jahre für manch frühere Staatskünstlern oder verdiente Ideologen bald vorbei sein werden.

Als Vizebürgermeister der Stadt Wien und als Absolvent der Masterlehrgangs für Politisches Management an der FH Campus Wien bin ich immer bemüht, Gespräche über Parteigrenzen hinaus zu führen, schätze konstruktive Auseinandersetzungen und pflege auch persönliche Freundschaften zu politisch anders Denkenden. Ich möchte auch Frau Pluhar den Preis für ihr Lebenswerk, zu dem unter anderem die Ehe mit einem Udo Proksch gehören mag, nicht madig machen. Oder Herrn Wolf, der ein Interview mit Putin geführt hat, das eine ganze Reihe hervorragender österreichischer Journalisten ebenso gut hätte führen können.

Aber – und das halte ich unmissverständlich fest: Wenn der ORF für die linke Meinungsschickeria zur „Organisation Roter Frührentner“ wird, wird er das nicht nur aushalten, sondern endlich wieder genießbarer werden. Dann, wenn er sich solche Propagandareden bei Romy-Auszeichnungen nicht mehr leisten kann, sondern über ein ausgezeichnetes Programm seine Kunden überzeugen muss.

Und diese Kunden sind wir Österreicher, allen voran drei Viertel der Bevölkerung, die sich für eine Bundesregierung ohne linkes Meinungsdiktat entschieden haben.